Wir glauben zu wissen
Wissen ist Macht - aber Nichtwissen macht nichts.
Ihr kennt den Spruch noch? Als Alibi in der Schule, wenn man wieder mal nichts gelernt, eine Arbeit verhauen oder das Referat versaut hat? Doch gehen wir den Worten mal auf den Grund:
Wissen ...
Was ist Wissen überhaupt? Das was ich mir hauptsächlich durch Bücher oder in der Schule, auf Grund der Erfahrungen anderer Leute angeeignet habe? So wie ich Lesen, Schreiben und Rechnen gelernt habe?
Oder sind es die Erfahrungen, die ich im Laufe meines Lebens mache, die ich analysiert und verstanden habe?
Oder ist es das Bauchgefühl, die Intuition, die mich manchmal Dinge wissen lässt, die ich gar nicht wissen kann? Woher kommt dieses Wissen?
Wissen ist Macht ...
Macht worüber? Über mich, über andere, über das Geschehen um mich herum?
Warum will ich Macht ausüben? Um zu verändern? Wen oder was?
Macht ...
Ein Begriff, der hauptsächlich negativ belegt ist. Ich nutze mein Wissen, um Macht auszuüben. Um andere zu beeinflussen, zu manipulieren, ihnen meinen Willen aufzuzwingen ...
Nein? Dann ist das Wissen mein Verbündeter, der mir die Macht gibt, aktiv mein Leben nach meinem Willen zu gestalten, meine Umwelt, meine Realität zu schaffen, so wie ich sie haben will?
Oder lehrt mich die Macht auch, verantwortungsbewusst mit ihr umzugehen, Zusammenhänge zu erkennen und meine Realität einvernehmlich mit meinem Umfeld zu gestalten?
An welchem Punkt stehst du?
Nichtwissen ...
Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Warum will ich manches gar nicht wissen? Wovor fürchte ich mich, wenn ich es wüsste?
Oder ist es gar nicht so schlimm, nicht alles zu wissen?
Warum will ich immer mehr Wissen in mir anhäufen? Warum reicht mir mein Bauchgefühl nicht?
Nichtwissen macht nichts ...
Ist nicht so schlimm? Schließlich kann ich nicht alles wissen?
Ich brauche das Wissen sowieso nicht?
Oder ist es so, dass ich keine Macht ausüben kann, wenn ich nicht weiß wie?
Was sollte zuerst kommen? Das Wissen und dann die Erfahrung? Oder erst die Erfahrung und dann das Wissen? Erst Theorie, dann Praxis? Theorien im Kopf, von denen ich nicht weiß, ob ich sie jemals brauchen werde, aber für den Fall der Fälle schon mal habe? Oder vertraue ich auf das Gesetz der Hermethik, dass das Wissen zum Schüler kommt, wenn er bereit dafür ist?
Tja, ich für meinen Teil lebe nach dem Gesetz der Hermethik. Erst die Erfahrung, dann das Wissen. Nicht dass es so herum einfacher ist, aber "mir passiert das halt immer wieder so". Schon mein Leben lang.
Wie haltet ihr es?
"Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, dass wir nicht besser regiert werden als wir es verdienen."
George Bernard Shaw







